Blutrote Heidellibelle.

Rote Herbstboten

09.09.2026

Der Klingnauer Stausee ist unter anderem für seine grosse Libellenvielfalt bekannt. Spätsommer und Herbst sind die Hauptflugzeit der Heidelibellen. Während sich andere Insekten und Libellenarten langsam auf den Winter vorbereiten, füllen die Heidelibellen den See noch einmal mit Leben.

Von den neun in der Schweiz vorkommenden Heidelibellenarten sind sechs auch am Klingnauer Stausee zu finden. Heidelibellen zählen zu den Grosslibellen, gehören aber zu deren kleineren Vertretern. Selbst die grösste Art der Schweiz, die Grosse Heidelibelle, wird nur etwa 4,5 Zentimeter lang. Heidelibellen leben bevorzugt an stehenden und langsam fliessenden Gewässern. Die verschiedenen Arten sehen sich teilweise sehr ähnlich. Fast alle Heidelibellen, auch die am Klingnauer Stausee vorkommenden Arten, haben einen roten Hinterleib.
Die Bestimmung der Heidelibellen bereitet oft Schwierigkeiten. Mit dem Blick auf die richtigen Merkmale lassen sich die verschiedenen Arten jedoch gut unterscheiden.
Die Frühe Heidelibelle (Sympetrum fonscolombii) lässt sich an den rötlichen Flügeladern, der gelblichen Färbung der Hinterflügelbasis sowie an ihren auffällig gefärbten Augen erkennen: oben rot, unten blau. Die Brust der Südlichen Heidelibelle (Sympetrum meridionale) ist hellbraun gefärbt. Ihre Flügelmale sind rötlich und die Augen hellbraun. Schwarze Flecken an den Seiten des Hinterleibs fehlen bei dieser Art fast vollständig.
Die Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum) besitzt einen keulenförmigen, blutrot gefärbten Hinterleib. Auch das Gesicht ist rot, während Augen und Beine schwarz sind. Die Basis der Flügel ist gelblich gefärbt. Die Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum) hat schwarze Beine und dunkelbraune Augen. Eine besondere Verwechslungsgefahr besteht hier mit der Grossen Heidelibelle (Sympetrum striolatum). Diese besitzt jedoch zwei helle Streifen an den Seiten der Brust. Zudem verläuft ihre schwarze Gesichtszeichnung gerade und nicht entlang der Augen.
Die Sumpf-Heidelibelle (Sympetrum depressiusculum) hat ebenfalls schwarze Beine sowie auffällig gefärbte Augen: oben rot und unten gelb. An den Seiten des Hinterleibs befinden sich kleine schwarze Flecken.

Ähnlich aussehend, aber …

Seit ungefähr 1980 lebt in der Schweiz auch die aus Südeuropa eingewanderte Feuerlibelle (Crocothemis erythraea). Obwohl sie den Heidelibellen ähnlich sieht, gehört sie nicht zur selben Gattung. Mittlerweile ist sie eine der häufigeren Grosslibellen der Schweiz.
Erkennbar ist die Feuerlibelle an ihrem roten Gesicht und den roten Beinen, den safrangelben Flecken an der Hinterflügelbasis sowie am breiten, abgeflachten Hinterleib. Anders als die Heidelibellen hat sie ihre Hauptflugzeit vor allem im Frühsommer und Sommer und ist bei uns meist von Ende Mai bis Anfang August anzutreffen.

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Blutrote Heidellibelle. Foto: Petra Zajec
Blutrote Heidellibelle. Foto: Petra Zajec
Gemeine Heidellibelle. Foto: Albert Krebs
Gemeine Heidellibelle. Foto: Albert Krebs
Grosse Heidellibelle. Foto: Petra Zajec
Grosse Heidellibelle. Foto: Petra Zajec
Feuerlibelle. Foto: Petra Zajec
Feuerlibelle. Foto: Petra Zajec