Flussseeschwalbe

Flussseeschwalbe im Flug. Foto: Beat Rüegger
Flussseeschwalbe im Flug. Foto: Beat Rüegger
Flussseeschwalben-Paar auf Brutfloss. Foto: René Rupf
Flussseeschwalben-Paar auf Brutfloss. Foto: René Rupf
Englisch
Common Tern
Species
Sterna hirundo
Gruppe
Seeschwalben
Familie
Sternidae
Status
Regelmässiges Auftreten
Brut
Unregelmässiger Brutvogel
Rote Liste
NT - Potenziell gefährdet

Durchzügler, Brutvogel

Seit mindestens 1959 gehören Flussseeschwalben zu den Brutvögeln des Klingnauer Stausees. Damals brüteten 7 Paare. Das Brutgeschehen in den 1960er und 1970er Jahren ist weitgehend unbekannt. In den 1980er Jahren stieg der Brutbestand kontinuierlich an und erreichte 1989 mit 9 Brutpaaren das Maximum. Im Laufe der 1990er Jahre ging der Brutbestand jedoch stetig zurück. Anfang 2000 brüteten noch 2-3 Paare. Der Tiefpunkt wurde 2004 erreicht: erstmals brüteten keine Flussseeschwalben mehr am Klingnauer Stausee. Einer der Gründe für diesen dramatischen Rückgang ist wohl in der Zunahme der Mittelmeermöwe und deren Bruten, aber auch am fehlenden Nistplatzangebot  zu suchen.

Bis 2020 gab es keine nachgewiesen Brut von Flussseeschwalben mehr. Dies änderte sich 2021 dank einem von den Kraftwerken Klingnau installierten Brutfloss. Seither gab es fast jedes Jahr einen Brutversuch, flügge Jungvögel konnten bisher aber nicht nachgewiesen werden. 

Flussseeschwalben kehren Ende März aus den Überwinterungsgebieten zurück. Während des Frühjahrszuges, der Anfang bis Mitte Mai am stärksten ist, können bis zu 20 Individuen auf Nahrungssuche beobachtet werden. Ein Teil der Vögel verbleibt am Klingnauer Stausee, wo sie auf der künstlich eingerichteten Plattform ihr Brutgeschäft beginnen. Im Juli setzt dann bereits der Herbstzug ein. Das Maximum von 28 Individuen wurde am 25. Juli 1990 registriert, inklusive hier erbrüteten Jungvögeln Gegen Ende September und im Laufe des Oktobers werden die letzten Flussseeschwalben gesehen.

Vorkommen im Jahresverlauf
Vorkommen Flussseeschwalbe 2025
Vorkommen Flussseeschwalbe 2025