Der Winter ist am Klingnauer Stausee die ideale Zeit, um die verschiedenen Enten genauer unter die Lupe zu nehmen. Systematisch lassen sie sich in drei Gruppen einteilen.
Einige Arten kommen zwar ganzjährig am Klingnauer Stausee vor, sind im Winter aber deutlich zahlreicher. Dies gilt für die Krickente genauso wie für die Schnatternte oder die Reiherente. Andere Arten wie die Spiess- und Löffelente können ausschliesslich im Winter beobachtet werden. Ebenfalls nur im Winter tauchen zudem ab und zu sogenannte Meeresenten bei uns auf. Zu diesen gehören die Schellente oder Seltenheiten wie Eider- und Samtente.
Enten werden grundsätzlich in drei sogenannte Triben eingeteilt: Gründelenten, Tauchenten und eben Meeresenten. Die Arten der drei Triben unterscheiden sich in ihrer Nahrung, dem Körperbau und ihrem Lebensraum. Gründelenten ernähren sich von Pflanzen. Zur Nahrungsaufnahme tauchen sie nur ihren Kopf ins Wasser und fressen, was sie mit dem Schnabel am Grund des Gewässers erreichen. Deshalb sind sie hauptsächlich im flachen Wasser oder in Ufernähe anzutreffen. Ihr Körperbau ist der einer klassischen Ente mit einem runden Schnabel und einem Schwanz, der deutlich über der Wasserlinie liegt. Zu diesem Tribus gehören unter anderem Stock-, Schnatter- Spiess- und Krickente.
Stockente. Foto: Beat Rüegger Schnatterente. Foto: Beni Herzog
Tauchende Enten
Tauchenten hingegen ernähren sich mehrheitlich von tierischer Nahrung wie Muscheln oder Insekten. Diese finden sie tauchend auf dem Grund des Gewässers. Damit sie gut tauchen können, sind ihre Beine weiter hinten angeordnet und wenn sie schwimmen, liegen sie tiefer im Wasser als Gründelenten. Zu den Tauchenten gehören die Reiher- und die Tafelente. Sie sind an tieferen Gewässern anzutreffen, denn sie können bis zu sieben Meter tief tauchen.

Reiherente. Foto: Beat Rüegger Tafelente. Foto: Beat Rüegger
Die Meeresenten ernähren sich hauptsächlich von tiersicher Nahrung, die sie ebenfalls tauchend erbeuten. Im Unterschied zu den Tauchenten sind sie jedoch mehrheitlich an salzhaltigen Gewässern anzutreffen. Wie die Tauchenten liegen sie also flach im Wasser, wenn sie schwimmen. Sie sind aber gut am flachen Übergang zwischen Scheitel und Schnabel zu unterscheiden: Meeresenten haben dadurch eine dreieckige Kopfform. Am Klingnauer Stausee sind die Meeresenten meist im fliessenden Teil der Aare von der Döttinger Brücke oder vom rechten Ufer aus am Besten zu beobachten.

Eiderente. Foto: Michael Gerber Samtente. Foto: Beni Herzog
Welche Entenart auch immer: Um sie zu beobachten, empfiehlt sich auf jeden Fall ein Feldstecher oder sogar ein Fernroh. die verschiedenen Aussichtspunkte sind zudem ideale Standorte, um die Enten zu beobachten. Viel Erfolg!
